FAQ

Antworten auf häufige Fragen zu unseren Produkten

Allgemeines

Alle von Lobaro vertriebenen Produkte, ausgenommen das Wireless M-Bus Concentrator Gateway, können immer zwischen dem LoRaWAN Modus und dem Cellular IoT Modus (= NB-IoT & LTE-M) geswitcht werden. Im LoRaWAN Modus sind alle Geräte Bridges, welche wireless MBus, wired MBus oder Modbus Daten sammeln und diese per LoRaWAN an ein vorhandenes LoRaWAN Gateway weiterleiten. Das LoRaWAN Gateway ist mit dem LoRaWAN Network Server (LNS) verbunden. Die zu übertragene Datenmenge eines Zählers oder Sensors, der sogenannte Payload, wird oftmals in einzelne Pakete aufgeteilt. Denn im LoRaWAN ist die physikalische Paketgröße der reinen Nutzdaten auf 51 – 222 Byte begrenzt. Die Paketgröße von z.B. wireless M-Bus Daten eines Zählers kann allerdings bis 255 Byte betragen. Somit ist es notwendig den Payload serverseitig wieder zusammenzufügen. Anschließend kann dieser entschlüsselt, decodiert und geparst werden. Die Lobaro IoT-Plattform kann diese Aufgaben übernehmen. Eine Integration der folgenden LNS ist in der IoT-Plattform implementiert (siehe auch hier):

  • Chirpstack
  • Element-IoT
  • Actility
  • Everynet
  • TTN
  • Wanesy
  • Loriot.

Im Cellular IoT Modus bzw. Mobilfunkmodus muss eine IoT-SIM Karte in das jeweilige Gerät eingelegt werden. Eine Ausnahme bildet hier das Solar Gateway, welches mit einer SIM Karte ausgeliefert wird. Im Mobilfunkmodus sind die Geräte Gateways, welche den Payload direkt an die Lobaro IoT-Plattform übertragen. Die Datenpakete werden hier nicht gesplittet. Die IoT-Plattform ist die direkte Gegenstelle zu allen Lobaro Produkten und kann die Rohdaten entschlüsselt, decodiert und parsen. Die IoT-Plattform befindet sich in einer ständigen Weiterentwicklung und kann inzwischen sämtliche Zähler, die wireless MBus, Sensus RF oder Müller Funk nutzen, verarbeiten. Da die von Lobaro vertriebenen Geräte sowohl Bridges als auch Gateways sein können, wurde die Bezeichnung Hybrid Gateway eingeführt.

Sie können die Geräte sehr einfach mit dem Konfigadapter und dem Lobaro Maintenancetool konfigurieren. Vergessen Sie bitte nicht den Treiber vorab zu installieren. Der Konfigadapter ist mit allen Lobaro Produkten kompatibel und bietet folgende weitere Vorteile:

  • hervorragend für Initialtests geeignet, da sehr schnell Einstellungsparameter verändert werden können ohne die Geräte ständig per Resetknopf neu zu starten oder auf den nächsten Uplink-Downlink-Zyklus zu warten
  • ermöglicht die Auslesung des LOGs zur schnellen Findung von Problemen, insbesondere hilft dieses Dokument den Kollegen des Kundensupportteams
  • schnelles Flashen von Firmwareupdates

Sie benötigen den Konfigadapter nicht unbedingt, wenn Sie all Ihre Geräte im Cellular IoT-Modus betreiben und Sie die Lobaro-IoT Plattform nutzen. Denn hier können Sie sehr leicht einen Downlink mit entsprechenden Konfigurationsparameter erstellen und diesen über eine Bulk-Operation remote auf all Ihre Geräte in Ihrem jeweiligen nächsten Upload-Download-Zyklus aufspielen. Sollten Sie die Lobaro IoT-Plattform und die Geräte nicht im Cellular IoT-Modus nutzen wollen, ist der Konfigadapter dringend zu empfehlen.

Die Geräte haben viele Einstellungsmöglichkeiten. Sie können sowohl Zähler und Sensoren vom Upload ausschließen oder nur bestimmte Zähler / Sensoren übertragen. Dies spart nicht nur viel Uploadzeit sondern auch bei einer batteriebetriebenen Variante Batteriekapazität sowie im Mobilfunkmodus auch Datenvolumen ein. Des Weiteren können Sie die Häufigkeit der Datenübertragung festlegen.  Es gibt noch viele weitere Funktionen. Sprechen Sie uns gern darauf an oder lesen Sie in unser Dokumentation mehr dazu.

Im LoRaWAN Modus ist die Plattform nicht notwendig. Dennoch bietet Sie einige Vorteile, wie z.B. das wieder zusammenfügen des Payloads oder die Nutzung des wMBus Parsers. Dieser kann allerdings auch lizensiert einzeln erworben werden. Im NB-IoT / LTE-M Modus ist die Plattform notwendig. Warum haben wir in unserer Plattform FAQ zusammengetragen.

Ja, dass ist mit fast allen Geräten möglich. Wir können Sie bei der Integration unterstützen. Sprechen Sie uns gern darauf an.

Unsere Geräte unterstützen LoRaWAN Version 1.0.2

Ja, gegen einen geringen Aufpreis erstellen wir Ihnen eine eigene Konfiguration und statten alle Ihre Geräte ab Werk mit dieser aus.

Ja, Sie können den wMBus Parser als jährliche Lizenz erwerben. Sprechen Sie uns darauf an und wir erstellen Ihnen gern ein Angebot.

Solar Wireless M-Bus Gateway

Das Solar Gateway wird im Standby Modus mit voll geladenem LIC (Energiespeicher) ausgeliefert. Es kann mit Hilfe des beigelegten Magnetes in Betrieb genommen werden. Durch ein fünfsekündiges Halten des Magneten an die seitlich runde Gehäusemakierung wird das Gerät geweckt. Weitere Informationen dazu finden Sie auch in unserer Dokumentation.

Im Allgemeinen kann die Länge bis das Datenvolumen der SIM Karte aufgebraucht ist nur überschlägig ermittelt werden. Lobaro bietet zwei Vertragsmodelle von IoT SIM-Karten für das Solar Gateway an. Zum einem das Standardvertragsmodell mit einem gedeckelten monatlichen Datenvolumen von 5 MB. Hiermit wird eine Laufzeit von 10 Jahren der SIM Karte garantiert. Im anderen Fall gibt es die Möglichkeit 500 MB über 10 Jahre zu verbrauchen. Das Datenvolumen kann jederzeit vom Kunden nachgebucht werden oder automatisiert vom jeweiligen Provider beim Erreichen kritischer Schwellwerte wieder aufgeladen werden.

Folgendermaßen kann eine Überschlagsrechnung zum verbrauchten Datenvolumen aussehen. Wir rechnen mit durchschnittlich 365 Byte pro Uplink:

  • Uplinkzyklen pro Tag / Wie oft werden Zählerdaten am Tag benötigt? z.b. alle 4 h = 6 x am Tag
  • Wie viele Zähler werden übertragen? z.b. 60
  • Datenvolumen pro Monat = 365 Byte * 6* 60*31 Tage/1.000.000 = 4,07 MB
  • Laufzeit der 500 MB Karte = 500/4,07 = 10 Jahre

Ja, das ist möglich. Die default-config des Solargateways ist der Cellular-IoT Modus (Ausnahmen für “LoRaWAN Only” anwendungen ohne SIM-Karte auf Anfrage). Daher geben Sie uns bereits bei Ihrer Bestellung Bescheid, dass Sie das Gerät als Bridge in Ihr bestehendes LoRaWAN-Netzwerk integrieren wollen. Wenn es sich nicht um eine abgestimmte Konfiguration mit eigener Kundenfirmware handelt, werden wir das Gerät, obwohl Sie es im LoRaWAN Modus verwenden wollen, dennoch mit einer SIM-Karte ausstatten. Dadurch ist es uns möglich, dass Solar Gateway weiterhin für Sie zwischen den beiden Modi, LoRaWAN und NB-IoT/LTE-M konfigurierbar zu halten. Denn es bleibt dann über unsere Plattform erreichbar. Die default-config eines sich im LoRAWAN Modus befindlichen Gerätes können Sie durch ein 12-sekündigen Kontakt des Magneten wieder herstellen.

Es ist je nach Umgebung und Tageslichteinfall sowie innere Raumbeleuchtung variable, wie schnell sich das Solargateway wieder auflädt. In der Regel sind stündliche Übertragungen während des Tages kein Problem. Nachts werden zumeist noch 2-3 Übertragungen der Daten erreicht. Sollte die Ladung des Solargateways für den geplanten Upload-Dowload-Zyklus nicht ausreichen, erfolgt der nächste Upload der Daten sobald die erforderliche Leistung wieder zur Verfügung steht d.h. der terminierte Upload der Daten fällt aus bis die notwendige Spannung wieder erreicht ist.

Zur Anwendung des Solar Gateways im Outdoorbereich haben wir uns entschieden, dass Gerät zu verkleben. Auf diese Weise können wir die unabhängig geprüfte und zertifizierte IP Schutzklasse 66 über die gesamte Produktlebensdauer gewährleisten.

Für Tests und reine Indoor Anwendungen können wir auch eine nicht verklebte Alternative anbieten.

Wireless M-Bus Gateway V3

Hierfür haben wir in der Lobaro Dokumentation einen Online Kalkulator eingerichtet.

Im Allgemeinen sind die Batterielaufzeiten vergleichbar zum NB-IoT Betrieb. Tendenziell auch etwas länger als die mit einer mittleren NB-IoT Signalabdeckungsrate. Daher können Sie entsprechend für Ihre Überlegungen unseren Batteriekalkulator auch für den LoRaWAN Modus verwenden.

Wir planen auch einen separaten Rechner für den LoRaWAN Betrieb zu erstellen.

Dazu müssen Sie zunächst Ihre IoT-SIM Karte in das Gateway einsetzen und anschließend die Batterie verbinden. Beachten Sie dazu die Hinweise in unserem Quick Start Datenblatt

Dazu müssen Sie zunächst nur die Batterie verbinden und das Gerät mittels Konfigadapter oder über die Lobaro IoT-Plattform remote auf den LoRaWAN-Modus konfigurieren, also den Parameter WAN auf “lorawan” umstellen. Sie finden alle benötigten Keys für die Integration in Ihr Lorawan Netzwerk entweder als CSV Datei im Anhang Ihres Lieferscheins oder in der Lobaro-IoT Plattform unter den jeweiligen Geräten bzw. unter dem Reiter Hardware Aktivierung. Auch per Konfigadapter können die Paramter ausgelesen werden.

Nein, dieses Feature können nachgeschaltete Systeme bieten.

Lobaro IoT-Plattform

Ja, für Ihren initialen Test und die Integration mit Lobaro Geräten in Ihre bestehende IT-Infrastruktur ist unsere Saas IoT Plattformlösung kostenfrei. Sprechen Sie uns gern darauf an.

Lobaro bietet seinen Kunden verschiedene Lösungen an. Angefangen von der durch Lobaro selbst für Sie gehostet Saas Solution bis zur Integration als On-premise Solution auf den jeweiligen Kundenservern. Eine Übersicht finden Sie hier. Gerne beraten wir Sie auch persönlich, um gemeinsam die für Sie bestmögliche Lösung zu finden.

Im LoRaWAN ist die physikalische Paketgröße der reinen Nutzdaten auf 51 – 222 Byte begrenzt. Die Paketgröße von z.B. wireless M-Bus Daten eines Zählers kann allerdings bis 255 Byte betragen. Folglich werden die Datenpakete gesplittet. Die Lobaro IoT-Plattform kann nachgeschaltet zu Ihrem LoRaWAN Network Server (LNS) die Rohdaten wieder zusammenfügen. Außerdem können Sie die wMBus Keys zur Entschlüsselung der Daten in der Plattform hinterlegen. Auch ist die Nutzung des wMBus Parsers durch den Kauf der Lobaoro-IoT Plattform möglich. Die Integration im LNS ist einfach und wie diese funktioniert, können Sie hier nachlesen.

Ja, wir werden Sie bei der Integration unterstützen, da nur wir neue Gerätetypen in der Plattform anlegen können. Zumeist ist der passende Parser für den Payload des Fremdgerätes bereits vorhanden. Denn Lobaro entwickelt die Plattform ständig für Sie weiter. Sollte es dennoch erforderlich werden einen neuen Parser für Ihren Device-Typ zu erstellen, machen wir Ihn gern ein Angebot.

Dies übernehmen wir für Sie. Ein Einladungslink für den Zugang der Plattform erhalten Sie von uns, sobald Ihre ersten Geräte produziert und versendet worden. Alle bei uns erworbenen Gateways/Bridges fügen wir Ihrer IoT-Plattform auch in Zukunft hinzu.

Ja, als Kunde bestimmen Sie wer in Ihrer IoT-Plattform die Rolle des Org-Admin erhält und Benutzer anlegen kann.

Sie haben die Möglichkeit die Zähler über eine Blacklist oder Whitelist vor der Übertragung zu filtern. Dies können Sie über die Parameter mFilter, typFilter, devFilter oder ciFilter tun. Der Ausschluss von Geräten erfolgt über das Setzen eines “!” vor dem jeweiligen Parameter. Beachten Sie bitte, dass Sie keine Black- und Whitelisten innerhalb eines Filter Parameters mischen können. Weitere Informationen zum Syntax finden Sie hier.

Blacklisting ist erst seit Firmware v0.17.0 verfügbar.

Es gibt zahlreiche Vorteile der Lobaro IoT-Plattform, die Ihr Business Modell unterstützen. Einige haben wir in unser Dokumentation für Sie zusammengetragen. Darüber hinaus können z.B. auch Bulk Operations für die remote Konfiguration all Ihrer Geräte zeitsparend eingesetzt werden. Sie brauchen dazu nur einen einzigen Downlink zu erzeugen und können diesen auf alle Geräte übertragen.

Troubleshooting

Wir haben einen Troubleshooting Guide, den wir laufend aktualisieren und so die erste Fehleranalyse sowie Behebung umsetzen.

Sollten die ersten Fehlerbehebungsmaßnahmen nicht zielführend sein, bieten wir einen Retourprozess. Bitte beachten Sie hierbei Folgendes: Um Ihnen einen optimalen Kundenservice zu bieten, arbeiten wir in verschiedenen Regionen der Welt mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Sollten Sie eines unserer Produkte über einen Partner erworben haben, treten Sie bitte vor der Retoure mit diesem in Kontakt.

Wenn möglich sollten Sie den LOG file des Produktes mit Hilfe des Konfigadapters auslesen und Lobaro vor der Retoure zukommen lassen. Wie ein LOG file erstellt wird, finden sie hier. Den Speicherort finden Sie, in dem Sie auf Show Log Files klicken.

Für Geräte in der Plattform ohne Zugriff auf die Hardware liefern Sie uns bitte:

  • URL der Plattform Instanz
  • Adresse (alternativ Seriennummer) vom Gerät
  • Informationen wo / wann die Probleme aufgetreten sind

Retouren

Wenn Sie Ihr Gerät direkt bei uns gekauft haben, melden Sie bitte Ihre Retouren per e-Mail support@lobaro.de an. Ansonsten folgen Sie bitte den Anforderungen zur Retoure des jeweiligen Vertriebspartners, bei dem Sie das Gerät erworben haben.

Wir bestätigen Ihnen nach einer ersten Ferndiagnose gerne, wenn Sie die Geräte einsenden können.

Für Ihre Anfrage benötigen wir:

  • Gerätetyp
  • Seriennummer / Adresse
  • Kurze Fehlerbeschreibung (Stichpunkte)
  • Rücksendeadresse
  • Optional: LOG file oder weitere Informationen in Textform

Bitte Legen Sie der Rücksendung ein Dokument mit folgenden Informationen bei:

  • Gerätetyp
  • Seriennummer / Adresse
  • Kurze Fehlerbeschreibung (Stichpunkte)
  • Rücksendeadresse

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zur Retoure in der nachfolgenden Frage.

Grundsätzlich sind die Geräte ohne Batterie zurückzusenden. Dadurch fallen die Geräte nicht unter den Gefahrgutversand. Außerdem beachten Sie bitte die Produkte sachgemäß zu verpacken. Bei Retouren mit Batterien müssen wir die vollen Versandkosten inkl. Gefahrgutaufschlag berechnen.

Sollte es sich um einen Gerätefehler handeln, der unter unsere Garantierichtlinien fällt, gibt es für Sie keinerlei Kosten.

Andernfalls ist je nach Aufwand mit Kosten für die Fehlerbehebung inkl. Austausch der beschädigten Bauteile zu rechnen.

Kann kein Fehler am Gerät nach unseren internen Prüfungen festgestellt werden, erlauben wir uns Ihnen eine Aufwandsentschädigung in Rechnung zu stellen.